Zu Erst möchte ich den Spielern meine Gratulation aussprechen zum Klassenerhalt in der Bezirksliga/Staffel. Was Niemand vor der Saison für möglich gehalten hatte wurde geschafft! Und somit darf der SC- Dahenfeld erneut eine B- Jugend in dieser Staffel melden. Hinzu kommt hoffentlich die A- Jugend, das wäre dann ein überragender Erfolg für einen so kleinen Verein. Zum Start in die Saison, war allen klar dass durch den Wechsel der Führungsspieler in die A-Jugend eine schwere Saison beginnt. Und die Mannschaft musste sich an Niederlagen gewöhnen was sich für viele Spieler sehr schwer gestaltete. Und so verlief die Vorrunde unter keinem gutem Stern, viele Spiele wurden nach der Halbzeit ab geschenkt und die Spieler trafen untereinander nicht den richtigen Ton. Leider gab es dann auch Spiele in denen man Punkte hätte sammeln können aber auf Grund mangelnder Vorbereitung, sprich Samstagabend, waren einige Jungs nicht fit und die Spiele wurden nicht gewonnen.
Hinzu kamen Verletzungen und leider haben auch Spieler vor und während der Saison mit dem Fußballspielen aufgehört da es zeitlich für sie zu viel wurde. Daher war früh klar dass es ohne Unterstützung durch die C-Jugend nicht möglich sein wird die Runde zu Ende zu spielen. Deshalb an dieser Stelle ein ganz großen Lob und großes Dankeschön an alle Jungs aus der C- Jugend und an ihre Trainer für die tolle Zusammenarbeit. Ich glaube nur so kann der SC weiter auf diesem Niveau Jugendfußball bestreiten und Spieler für die Aktive Mannschaft ausbilden. Durch den langen Winter und die bekannten Platzprobleme gestaltete sich die Vorbereitung auf die Rückrunde schwierig, es konnten nur wenige Trainingseinheiten durchgeführt werden. Zum Glück hatte sich mit Andi Scherf Jemand gefunden der die fehlenden Trainerpostion ersetzte, da Lukas Baum durch Studium und fußballerischem Wechsel nur sporadisch zur Verfügung stand. Und sich Niemand trotz größter Bemühungen der Jugendleitung im Verein oder auch aus dem privaten Umfeld fand um hier etwas Zeit für die Jugendlichen zu investieren. Trotz dieser Schwierigkeiten und einer Niederlage in einem Vorbereitungsspiel, verlief die Rückrunde Zusehens besser. Man konnte gegen die Mannschaften aus dem vorderen Drittel der Tabelle weiter nicht mithalten aber die Spieler hatten sich an die Spielweise und das Tempo gewöhnt, die taktischen Vorgaben der Trainer wurden viel besser angenommen und umgesetzt. So fielen die Niederlagen nicht so deutlich aus und die ganz wichtigen Spiele gegen die Tabellennachbarn wurden gewonnen oder Unentschieden gespielt und dadurch der Klassenerhalt gesichert. Auch wenn es das Torverhältnis nicht zeigt so war doch unsre Abwehr das Aushängeschild in Sachen Einsatz und Konstanz. Solange Andi Chardon und Dominic Seitz in der Innenverteidigung standen wurden die Angriffe der Gegner sehr oft abgefangen. Von Spiel zu Spiel haben sich die Jungs gesteigert und vor allem kamen die C-Jugend Spieler immer besser mit dem Tempo klar und konnten sich durchsetzten. Stellvertretend dafür steht das Tor zum 1:1 gegen Neckarfranken durch Dennis Leitz, der die meisten Spielminuten der C-Jugendspieler aufweisen kann und die B-Jugend verstärkte. Auch gegen weitere Gegner aus dem Mittelfeld konnte man zum Saisonende hin immer besser mithalten und es wurde nur knapp verloren, mit etwas mehr Glück und Engagement der Stammspieler hätten noch Punkte eingefahren werden können. Auch im letzten Saisonspiel gegen das Team aus Friedrichshall /Unteres Kochertal war dies klar zu erkennen, da aber Möckmühl schon vor dem Spieltag zurückgezogen hatte war der Klassenerhalt auch ohne den rechnerisch nötigen Punkt gesichert. Diesen hätten wir ohne Zweifel erspielen und erkämpfen können. Und bei einem Gegner der weit über 30 Punkte auf dem Konto hat, hätte ein Unentschieden erreicht werden können. Daran erkennt man was für die Mannschaft möglich gewesen wäre. Als kleines Fazit würde ich sagen, dass viele Spieler und auch das Umfeld es sich einfacher vorgestellt haben in dieser Klasse zu spielen, aus meiner Zeit als Aktiver Spieler kenne ich den Abstiegskampf und wusste wie schwer es wird die nötige Einstellung eine ganze Saison zu behalten, aber die Runde wurde sauber zu Ende gespielt und der Eine oder Andre hat einiges dazu gelernt.
Jetzt möchte ich noch ein paar nicht so schöne Dinge ansprechen, die sich auch in diesem Jahr gezeigt haben. Was mich sehr überrascht und enttäuscht hat ist die mangelnde Unterstützung der Eltern, es wurde wie gesagt händeringend nach einem Trainer/Betreuer gesucht, ohne Erfolg. Außerdem war es immer schwierig, die Fahrer am Sonntagmorgen zu finden, trotz Einteilung kamen samstags öfter absagen mit zum Teil merkwürdigen Begründungen und wir Trainer hatten wieder die Aufgabe Ersatz zu suchen. Viele Eltern setzten einfach voraus dass die Trainer ja eh fahren, was aber heut zu Tage auch nicht selbstverständlich ist da Lukas z.B. studiert und wie jeder weiß der Benzinpreis nicht gerade niedrig ist. Nur mit großem Engagement der Trainer konnten die Jungs zum Spiel gefahren werden, zum Glück hatten wir die Unterstützung einer Mutter eines C-Jugendspielers (Dennis L.) die fast immer als Fahrerin zur Verfügung stand und nach samstags auch noch sonntags gefahren ist. Dankeschön!!! Was erschreckend ist, ist die Tatsache dass es sehr wenige Eltern und Menschen gibt die heute noch einen Verein wie Unsren unterstützen wollen, man bezahlt z.B. lieber das Fitness Studio für die Jugendlichen, da muss man sich um nichts kümmern. Und sollte der Verein versuchen die Beiträge anzuheben wird nachgefragt ob dies wirklich sein muss. Um weiter Fußball im Verein anbieten zu können ist es wichtig die Beiträge zu erhöhen um Trainer und Betreuer auch finanziell zu entlasten, damit wenigstens das Benzin und eine kleine Aufwandsentschädigung bezahlt werden können. Dann ist es einfacher einen qualifizierten Trainer zu bekommen und wieder mehr Jugendliche für den Fußball zu gewinnen. Selbst nach den Spielen wurden die Mannschaftsgetränke meist von den Trainern bezahlt da wie schon erwähnt nur ganz wenige Eltern vor Ort waren und meist gleich nach Spielende wieder weg. Bedanken möchte ich mich im Namen der Mannschaft bei Bernd Lautenschläger und bei der Unsrer Sportheimwirtin die Getränke gesponsert haben. Daran erkennt man auch dass die Eltern nicht gerade zu 100% hinter dem Sport der Kinder stehen, natürlich ist Sonntag 9.15 Uhr keine Zeit für Langschläfer aber für seine Kinder sollte man doch bereit sein auch mal öfter aufzustehen und vor allem auch zu Hause zu versuchen, dass die Jungs dabei sind. Damit meine ich, wenn vor der Runde gefragt wird mit wem man rechnen kann und alle sagen zu, dann geht man davon aus das ein Junger man mit ca. 16 Jahren auch zu seiner Entscheidung steht und das nicht nur so lange und wenn man irgendwie Lust hat. Eine Lehrstelle kann auch nicht so einfach abgebrochen werden, auch Familiäre Termine kann man so planen, dass die Trainer nicht ständig auf der Suche nach Spielern sind, denn die Termine für die Spiele stehen schon vor der Runde fest.
Das wichtigste war und ist aber der Fußball und der wurde wie erwähnt erfolgreich gespielt!
Vielleicht macht sich Jemand Gedanken wenn er diesen Rückblick liest und erklärt sich bereit auch etwas Zeit zu investieren, dann hätte ich vieles erreicht. Ich hoffe es auf jeden Fall.
Mit sportlichem Gruß
Werner Seitz (Trainer B-Jugend)