In den letzten zehn Jahren der Vereinsgeschichte wurde viel investiert. Angefangen hat alles mit dem Bau der Schiedsrichterkabine unterhalb des Sportheims im Jahr 2002. Bis zu diesem Zeitpunkt musste der Sportheimwirt bei jedem Spiel anwesend sein, um den Schiedsrichter in einen kleinen Raum zu lassen, der sich im Sportheim befand. Da dies auf Dauer umständlich war, plante man eine eigene Kabine für den Unparteiischen. Seit der Fertigstellung derselben im Jahr 2004 ist man nun voll unabhängig vom Sportheimwirt. Bei der Umsetzung des Baus setzte man viel auf Eigenleistung. Durch diese erbrachten Arbeitsstunden konnten die Kosten gesenkt werden.

Zeitgleich wurde im Auftrag der Stadt Neckarsulm auch das große Sorgenkind des SC Dahenfeld saniert, der Nebenplatz. Zunächst sollte erst der Hauptplatz saniert werden, da die Erde vom Tennisplatz immer mehr in Richtung des Sportplatzes rutschte. Die Stadt Neckarsulm gab jedoch keine Freigabe. Grund dafür war, dass sie die Meinung vertrat, bei der Sanierung des Hauptplatzes vor dem Nebenplatz wird der Hauptplatz gleich wieder zum Trainieren benutzt. Der frisch sanierte Platz wäre somit wieder abgenutzt. Also begann im Mai 2003 der Bau des Nebenplatzes durch die Firma Seidenspinner Sportanlagen GmbH. Im Jahrhundertsommer 2003, in dem es bis zu 38,5 Grad Celsius gab, arbeiteten die Bauarbeiter von morgens 6:00 Uhr bis abends um 22:00 Uhr. Nur so hatten sie am Freitag frei und konnten zu ihren Familien zurückzukehren. Fünf Monate später war der 475 000 Euro teure Trainingsplatz fertiggestellt und konnte theoretisch bespielt werden. Zur Einweihung kam dann niemand geringeres als der Karlsruher SC, der wie der SC Dahenfeld in der abgelaufenen Saison abgestiegen war. Es stand zwar noch die Option 1. FC Nürnberg auf dem Zettel, doch dieser konnte aufgrund der Urlaubszeit den Termin nicht wahrnehmen. Die Wahl auf den KSC unter Trainer Lorenz-Günther Köstner, war somit entschieden. Der Trainer merkte schon beim Begehen des Platzes, dass das Grün zu hart sei und mit dem Platz etwas nicht stimmte. Nichtsdestotrotz standen am 29.05.2004 unter anderem die Stars Marco Engelhardt, Bernhard Trares und Mario Eggimann auf dem neuen Trainingsplatz und schlugen die Neckarsulmer Auswahl unter der Leitung des Nordheimer Unparteiischen Uwe Hamel mit 13:2.

Nach diesem Highlight folgten vier harte Jahre mit vielen Gutachten und Gerichtsterminen. Wie KSC- Trainer Köstner richtig vermutet hatte, war mit dem Platz etwas nicht in Ordnung. Nach Regenfällen lief das Wasser nicht richtig ab und der Platz war auch sonst extrem hart. Die Stadt Neckarsulm nahm aus diesem Grund den Trainingsplatz nicht ab und schlug sich mit der Firma Seitenspinner jahrelang herum. An den fleißigen Arbeitern dieser Firma sind die schlechten Platzverhältnisse bestimmt nicht auszumachen. Der Trainingsplatz wurde nicht DIN-konform gebaut und hatte im Untergrund verstopfte Drainagerohre. Nachsanierungen brachten in den folgenden Jahren auch kein Erfolg, weswegen lediglich das Einweihungsspiel gegen den KSC stattfand und sonst kein Trainings- oder Spielbetrieb möglich war.
Gutachten, Gerichtstermine und keine Lösung: so ging es vier Jahre lang. Warum es so lange dauerte, lag nicht am SC Dahenfeld. Bestes Beispiel war die Verschiebung eines Gerichttermins um ein halbes Jahr aus  „dienstlichen Gründen“ zwei Tage vor der Verhandlung. Von Seiten der Firma wurde jeder Versuch unternommen aus diesem Schlamassel herauszukommen. An einem Nachmittag spielten ein paar Jugendliche auf dem noch gesperrten Sportplatz und wurden von Anwälten der Firma Seitenspinner fotografiert. Diese Bilder wurden dann als Gegenmittel in den Verhandlungen genutzt, sie sollten als Beweis dafür dienen, dass der SC Dahenfeld auf dem Sportplatz bereits trainierte. Am 31. Mai 2008 wurde dann endlich der Sportplatz von Bürgermeister Klaus Grabbe freigegeben. Allerdings durfte er nach Regenfällen oder bei stehendem Wasser nicht benutzt werden.

Das Problem war durch die Freigabe nicht gelöst. Der Druck auf die Stadt Neckarsulm wurde dadurch größer und der Hauptplatz sollte saniert werden. Schlussendlich gab der Gemeinderat grünes Licht und das Hauptfeld wurde von Juni 2010 bis September 2010 saniert.
Der 400 000 Euro teure Sportplatz wurde in Richtung der Zuschauertribüne verschoben und bekam eine Unterstellmöglichkeit für die Zuschauer. Es handelt sich dabei um die an der Ballei-Bushaltestelle bei deren Umgestaltung abgebauten Wartehäuschen. Das Einweihungsspiel fand am 19.09.2010 gegen den MSG Obergriesheim mit Wurst und Freibier von der Stadt Neckarsulm statt. Das erste Tor auf dem neuen Platz erzielte Lukas Baum nach einem Foulelfmeter.

In dieser Zeit war der Sportclub nicht tatenlos. 1. Vorsitzender Stefan Erlewein verfolgte und führte konsequent die verschiedensten Planungen in und um das Sportheim, damit man durch eine sinnvolle Umgestaltung des Vereinsheims wieder für die kommenden 30 Jahre gewappnet ist. Daher wurden zeitgleich auch die neuen Kabinen fertiggestellt, die ursprünglich Teil einer Fantasie bzw. Träumereien der Verantwortlichen waren. Man dachte an ein großes Sport- und Bewegungszentrum in Dahenfeld mit Jugendraum, Kegelbahn, neuer Terrasse und vielem mehr. Schnell musste jedoch bei einer Klausurtagung am 15. November 2008 vom Gesamtvorstand und Hauptausschuss festgestellt werden, dass das Geld fehlte bzw. der Nutzen in keiner Relation zum Investitionsvolumen lag. Somit wurde im ersten Bauabschnitt die Sanierung der Kabinen in Angriff genommen. Die alten Holzbänke wurden durch neue, moderne Sitzgelegenheiten ausgetauscht, ebenso wurde der gesamte Nassbereich inklusive der Armaturen und Zuleitungen erneuert. Mit dem WLSB und der Stadt Neckarsulm wurden Gespräche geführt,  damit die Arbeiten in die Förderrichtlinien fallen und die finanzielle Unterstützung dadurch gesichert war. Die Renovierungsarbeiten begannen um November 2009. Trotz der Kälte wurde viel in Eigenleistung gearbeitet.  Am Ende stehen optisch und technisch bundesligareife Umkleidemöglichkeiten zur Verfügung. Die Kosten des Umbaus inklusive dem Austausch der kompletten Wasserrohre belaufen sich auf insgesamt 140 000 Euro.

Der zweite Bauabschnitt am Sportheim fand von Mai 2011 bis September 2012 statt. Die energetische Sanierung umfasst das Dach, die Fenster und die Außenhaut. Auch hier wurde wieder einiges in Eigenleistung gearbeitet, vor allem unter der Leitung des Ausschussmitglieds Günther Kühner. Für die Koordination der Arbeiten waren Arnold Heinrich und Hans-Peter Weinreich verantwortlich. Elektriker Theo Vogt übernahm mit Patrick Vogt die Kontrolle über die Elektrik im Sportheim. Das Einsatzkommando „Alte Herren“ stand unter der Leitung von Winfried Heinrich und vollbrachte eine klasse Leistung. Die gerade genannten Winfried Heinrich, Arnold Heinrich, Günther Kühner, Hans-Peter Weinreich, Theo und Patrick Vogt waren die Nachfolger der „alten Bauhasen“ und machten einen exzellenten Job.

Die letzte Investition war der Kunstrasen. Die Planung begann im Jahr 2011. Relativ schnell genehmigte die Stadt Neckarsulm das Vorhaben, denn nach den jahrelangen Diskussionen um den Nebenplatz wollte man die Dahenfelder endlich zufriedenstellen. Beginn der Bauarbeiten für das neue Kunstgrün war im Mai 2012. Rund 6 000 m³ Erde wurde für den Rückbau entfernt, damit wieder 950 m Drainageleitungen und 200 m Muldenrinne verlegt werden konnten, bevor der lang ersehnte Kunstrasen „gesät“ wurde. Die Freigabe wurde im August 2012 erteilt.

1990 gelang es der A - Jugend erstmals seit 20 Jahren wieder einen Jugendtitel nach Dahenfeld zu holen. Dies war vor allem auf eine konsequente Jugendarbeit zurückzuführen. Nach etwas schwächeren Jahrgängen in den darauffolgenden Jahren, kann sich der SC heute einer sehr großen Zahl an Jugendlichen erfreuen.

In der Jahreshauptversammlung des Jahres 1996 konnte der 1. Vorsitzende Stefan Erlewein, der 1995 dieses Amt von Kurt Stapf übernahm, mit stolzer Brust vermelden, daß der SC Dahenfeld just im Jahre seines 50jährigen Bestehens die magische Grenze von 500 Mitgliedern deutlich überschritten hat. Gerade in der heutigen Zeit, in der viele Sportvereine wegen des riesigen Freizeitangebotes über Mitgliederschwund klagen, steht der SC Dahenfeld sehr gut da und kann sich über stetig steigende Mitgliederzahlen freuen. Das ist uns Beweis genug, daß die Geselligkeit und der gesunde Sportsgeist in unserem Verein für die Dahenfelder sehr großes Gewicht haben. Mit Stolz und Freude blickt der SC Dahenfeld auf 50 Jahre zurück, während deren er sich vom kleinen, ums Überleben kämpfenden Verein bis hin zu einem Herzstück des Dahenfelder Gemeinschaftsleben entwickelt hat. Wir freuen uns auf die nächsten 50 Jahre und auf die anstehenden Aufgaben. Wer sich gerne sportlich betätigen möchte oder sich mehr in das Gemeinschaftsleben von Dahenfeld integrieren möchte, ist uns in unserem Verein herzlich willkommen, denn ein Dorf wie unseres steht und fällt mit dem Engagement der Bürger in den Vereinen.

 

Am 27.01.1980 konnte Andreas Dulz den Richtspruch vom Dach des Sportheimes sprechen. Danach konnte bedauerlicherweise ein rapides Absinken der Arbeitsmoral bei den Helfern festgestellt werden. Dies äußerte sich dahingehend, daß stets die selben Personen an der Baustelle angetroffen wurden. Egon Lohmann kritisierte dieses Verhalten in seiner Eigenschaft als Vereinsvorstand bei der Jahreshauptversammlung am 01.03.1980 ganz entschieden. Der Erfolg war leider nur sehr mäßig. Dennoch wurden im laufenden Jahr die Innenarbeiten zügig durchgeführt. Das Sommerfest vom 12. - 14. Juli 1980 war eine sehr gelungene Veranstaltung, zur Freude der Mitglieder und, nicht zuletzt, zur ganz besonderen Freude der arg gebeutelten Kasse.

Am 13. und 14.03.1981 war es dann endlich soweit: das Sportheim war fertiggestellt. Alois Abele, der über viele Jahre als Dorfpfarrer die Gemeinde betreute, segnete das neue Gebäude. Danach weihten OB Dr. Klotz und der 1. Vorsitzende Egon Lohmann den Neubau ein. Bei den anschließenden Feierlichkeiten waren viele Gratulanten aus allen umliegenden Vereinen und Verbänden zugegen. Der MGV umrahmte diese Feierstunde mit Musik. Die Einweihung endete mit einem Schlachtfest für die Helfer. Neben dem Abschluß des Sportheimbaues gelang es 1981 eine Damenfußballmannschaft zu gründen.

Am 6. März 1982 trat Egon Lohmann aus beruflichen Gründen vom Amt des 1. Vorsitzenden zurück. Als neuen Vorstand wählte die Versammlung Hans - Dieter Kühner. Er hatte dadurch eine Doppelfunktion beim Sportclub inne, da er auch der Sparte Fußball als Abteilungsleiter vorstand. Nach wiederholtem Pächterwechsel reifte der Entschluß, das Sportheim in Eigenregie zu bewirtschaften.

Erfolgreicher Höhepunkt des Jahres 1982 war die erstmalige Veranstaltung des Dahenfelder Dorffestes. Diese gemeinsame Veranstaltung aller örtlichen Vereine war derart erfolgreich, daß bis heute dieses 3 - tägige Fest alljährlich ausgerichtet worden ist.

Im Jahre 1983 ließ sich leider der Abstieg der 1. Fußball - Mannschaft in die Kreisliga Bnicht verhindern. Beim SC Dahenfeld ging in der Folgezeit alles seinen geregelten Gang. Im Blickpunkt des Sportvereines, sowie des ganzen Dorfes stand der Neubau der Turn- und Festhalle. Bei der Standortentscheidung standen mehrere Lösungen zur Debatte. Lange favorisiert war eine Variante, bei der die Halle an das bestehende Sportheim angebaut werden sollte. Der große Vorteil hätte darin bestanden, daß man die Umkleide- und Duschgelegenheiten des Sportheimes hätte mitbenutzen können, was der gebeutelten Kasse der Stadt Neckarsulm natürlich sehr gelegen gekommen wäre. Schließlich entschied sich der Stadtrat aber vor allem aufgrund der ausgezeichneten geographischen Lage und der harmonischen Einbettung in die Landschaft für den heutigen Standort. Obwohl der SC mit dem Hallenbau kaum etwas zu tun hatte, war sie für ihn natürlich ganz besonders wichtig. Mit der Einweihung der Hüttberghalle 1987 eröffneten sich dem Sportclub neue Möglichkeiten. Dies kam vor allem den Abteilungen Turnen und Tischtennis, sowie der später gegründeten Abteilung Herrengymnastik zugute, aber auch die Fußballer jeden Alters konnten fortan auch in der kalten Jahreszeit ihrem Lieblingssport nachgehen. Im Jahre 1989 trat Hans - Dieter Kühner als 1. Vorstand zurück und Kurt Stapf wurde als neuer 1. Vorsitzender gewählt.

1971, nach der Eingemeindung von Dahenfeld in die Stadt Neckarsulm, versprach Oberbürgermeister Dr. Klotz, neben einer großen Halle, den zügigen Ausbau der Sportanlage. Als Gegenleistung erstellten die Helfer des SC, allen voran Andreas Dulz, neben dem Sportgelände einen Kinderspielplatz. Auch sportlich war das Jahr 1971 ein Erfolg. Die Fußballer spielten zu diesem Zeitpunkt noch auf dem alten von vielen Gegnern gefürchteten Sportplatz. Als in einer sehr kampfbetonten Partie die hoch eingeschätzte Truppe von Kochersteinsfeld besiegt wurde, rückten am Tage danach mehrere Kochersteinsfelder mit Meßinstrumenten an, um den Platz zu vermessen. Da der Sportplatz, obwohl er nicht unbedingt danach aussah, die erforderlichen Maße aufwies, zogen die „Vermesser“ nach dieser zweiten, nicht minder peinlichen Niederlage wieder ab. Nachdem in der vorherigen Saison der Aufstieg noch verfehlt wurde, gelang es der 1. Mannschaft des SC Dahenfeld nunmehr den Titel des Meisters der C - Klasse 1970/71 zu erringen. Großen Anteil daran hatte der damalige Spielertrainer Wolfgang Heinemann.

Vom 07. - 10. Juli 1972 feierte der Sportclub sein 25 - jähriges Bestehen. Im prächtig geschmückten Festzelt konnte der 1. Vorsitzende, Helmut Leitz, zahlreiche Gäste begrüßen. Höhepunkt des Festabends waren die Ehrungen der Gründungsmitglieder, sowie der Mitglieder, welche ihre Treue zum Verein während der gesamten 25 Jahre bewiesen hatten. Es folgte ein Pokalturnier mit 6 Mannschaften, aus dem der VfL Obereisesheim durch einen Endspielsieg gegen den TSV Langenbeutingen als Sieger hervorging. Eine Attraktion besonderer Art stellte ein Damenfußballspiel von Biberach gegen Eberstadt dar. Mit einem Festzug der Kinder am Montagnachmittag und einem Tanzabend mit der MGV-Kapelle klang das Jubiläum aus.

1973 konnte endlich der lange ersehnte Sportplatz eingeweiht werden. Seine Bewährungsprobe bestand der Platz beim Prominentenspiel der Stadträte von Neckarsulm gegen die Ortschaftsräte aus Dahenfeld. Anschließend kämpften unsere D- und die B- Jugend, sowie die AH-Mannschaft gegen Neckarsulm um den Sieg. Das Hauptspiel bestritten der Sportclub Dahenfeld und der SC Amorbach. Um alle Festlichkeiten optimal gestalten zu können, wurde ein neues Festzelt angeschafft und mit dem MGV eine Regelung über die gemeinsame Nutzung getroffen.

Ab 1976 führte Karl Heinrich den Verein. Im März 1977 konnte man eine Frauengruppe der Sparte „Jedermannsturnen“ beim WLSB anmelden. Nachdem man das Angebot der Stadt Neckarsulm, eine gebrauchte Wohnbaracke als Umkleideraum am Sportplatz zu erstellen, abgelehnt hatte, arbeitete man neue Pläne für ein Sportheim aus. Der Wille und die Notwendigkeit zu einem eigenen Sportheim wurden immer größer, so daß ein Bauausschuß ins Leben gerufen wurde, der zum Zwecke der Erfahrungssammlung verschiedene Sportheime besichtigte. Mit Architekt Bechler vom Planungsamt Neckarsulm und Andreas Dulz wurden verschiedene Pläne ausgearbeitet.

Zur Jahreshauptversammlung am 18.02.1978 konnte Karl Heinrich die Baupläne den Mitgliedern vorstellen und ihr Einverständnis mit 62 JA - Stimmen bei einer Gegenstimme einholen. Am Ende der Versammlung wurde Egon Lohmann zum 1. Vorsitzenden gewählt. Damit wurde eine Grundvoraussetzung der Stadtverwaltung erfüllt, welche die Bezuschußung des Sportheimes von einer kompletten und verantwortlichen Vereinsführung abhängig gemacht hatte. Egon Lohmann ging den Sportheimbau konsequent an, hatte er doch richtige „alte Bauhasen“ wie Karl Heinrich, Josef Gelbmann, Andreas Dulz, Günter Mattes und Hugo Keicher als Unterstützung an seiner Seite. Der aufgestellte Kostenplan für das Sportheim belief sich auf 524.000,-- DM. Eigenleistungen waren darin mit 100.000,-- DM beziffert, wobei letztlich noch eine Finanzierungslücke von 90.000,-- DM offen stand. Man erhoffte sich durch ein erfolgreiches Herbstfest ‘78, Sparmaßnahmen im Verein, mit erhöhten Eigenleistungen, Spenden und mit einem weiteren Zuschuß von Seiten der Stadtverwaltung, diese Lücke füllen zu können. Das auf den Herbst verlegte Sommerfest fiel sehr gut aus, besonderen Anklang fand der neue Weinprobierstand. Die Vorbereitungen für den Sportheimbau liefen nunmehr auf Hochtouren. Während die Stadtverwaltung ihren Zuschuß auf 185.000,-- DM erhöhte, bewilligte die Bank den notwendigen Kredit und beim WLSB wurde ein Antrag auf einen Zuschuß gestellt. Der erste Spatenstich erfolgte am 17. November 1978.

Im Jahre 1979 wurde ein Spendenaufruf an die Bevölkerung und an diverse Firmen gerichtet, der auf fruchtbaren Boden fiel. Von vielen Seiten wurde bereitwillig gespendet, um den Sportclub bei seinem Vorhaben zu unterstützen. Nachdem also die Finanzierung auf sicheren Beinen stand, ging es an die Vergabe der Aufträge. Die Vorstandschaft und der Ausschuß bemühten sich sehr gewissenhaft darum, die Kosten nicht in den Himmel wachsen zu lassen. Daher beschloß man, lediglich die Montage der Heizung, sowie die Plattenlege- und Putzarbeiten an Firmen zu vergeben. Sämtliche sonstige Arbeiten, Verrichtungen und Installationen wurden in Eigenleistung erbracht. Neben dem Sportheimbau stand das Jahr 1979 unter dem Zeichen der Vereinserweiterung. Eine gänzlich neue Abteilung wurde gegründet und bereicherte fortan das Sportangebot des Vereins um das Tischtennisspiel. Erste erforderliche Maßnahme war es daher 3 Tischtennisplatten für die zwanzig Senioren und vier Jugendspieler anzuschaffen.

Die 60er Jahre standen beim Sportclub im Zeichen der Jugend, welche, bedingt durch das breite Angebot, nunmehr verstärkt in den Verein drängte. Der Anstieg der Mitgliederzahlen zeigte dies deutlich. Das alljährliche Sommerfest wurde in dieser Zeit jeweils abwechselnd vom MGV und vom SC ausgerichtet. Das weiterhin gute Klima im Verein bezeugten die Vereinsausflüge, die jedes Jahr stattfanden und immer wenigstens 2 Tage umfassten. Nachdem im Juli 1962 Jugendtore angeschafft wurden, konnte die D - Jugend gegründet werden. Außerdem fand ein Wohltätigkeitsspiel der 1. Mannschaft gegen die „Alten Herren“ statt, dessen Erlös zugunsten des neu erstellten Kriegerdenkmals verwendet wurde. Gerhard Wolf, ein Mitglied der Neckarsulmer Kraftsportgruppe, brachte neue Impulse in den Verein und kümmerte sich vor allem um die Turnabteilung. Durch eine von ihm initiierte Alteisensammlung konnten neue Sportgeräte angeschafft werden. Am 1. Mai 1963 wurde für die Turnerjugend eine Schnitzeljagd veranstaltet, welche an der Blockhütte endete. Den Erwachsenen wurde Gelegenheit gegeben, bei Bier, Wein und einem guten Vesper, den 1. Mai-Tag zu genießen. Diese Schnitzeljagd war der Grundstock zu dem heute jedermann bekannten 1. Mai-Fest bei der Blockhütte.

1964 zählte der Verein schon 110 Mitglieder. Ab Januar 1965 gehörte zu jedem Jahresabschluß als Dankeschön für das große Engagement eine Winterfeier für die Jugend und für die Erwachsenen. Sportlich tat sich auch einiges. Der SC entwickelte sich immer mehr vom bloßen Fußballverein zu einem richtigen Sportclub. Eine weitere Sparte stellte im Frühjahr die neue Mädchen - Turnriege. Die D - Jugend der Fußballabteilung wurde für das zurückliegende Jahr als Staffelmeister geehrt und eine neuformierte C - Jugend nahm erstmals den Spielbetrieb auf. Neben den zusehends steigenden Investitionen für neue Sportgeräte der Turner lag den Verantwortlichen vor allem die Umgestaltung des Sportplatzes schwer im Magen. In Rede standen vor allem zwei denkbare Lösungen, einerseits die Vergrößerung des bestehenden Sportplatzes, andererseits ein Neubau an einem von mehreren ins Auge gefaßten Standorte in Dahenfeld. Wie ein roter Faden zog sich dieses Bedürfnis über Jahre hinweg, vom Verein zum Rathaus, ohne daß nennenswerte Ergebnisse erzielt werden konnten. Daneben stand es auch mit den mangelhaften Duschgelegenheiten in der „Neuen Schule“ oftmals so schlecht, daß sie die Sportler wiederholt selbst reparieren mußten.

1968 übergab Franz Heckmann sein vorbildlich geführtes Buch als Schriftführer nach über 13 Jahren an Hans Bauer. Ein Jahr später reichte Josef Schuhmacher nach 12 Jahren aktiven Wirkens im Verein die Verantwortung an Helmut Leitz weiter, welcher bei der nächst folgenden Generalversammlung einstimmig von den Vereinsmitgliedern in seinem Amte bestätigt wurde. Sportlicher Höhepunkt war 1969 das Erreichen des Bezirksendspiels durch die B-Jugend. Leider mußte man sich im Finale gegen die Union Böckingen mit dem Titel des Bezirksvizemeisters zufrieden geben, was jedoch für unsere Jugend ein stolzer Erfolg war. Endlich nahm das leidige Thema der Sportplatzgestaltung konkretere Formen an. Die Gemeinde Dahenfeld konnte durch weiteren Erwerb von Grundstücken ein zusammenhängendes Areal von 124 ar erreichen, was für einen Sportplatz ausreichte. Eine Neckarsulmer Firma lieferte fehlendes Erdmaterial, um den Sportplatz auf ein vernünftiges Niveau zu heben. Auch die problematische Verdohlung der beiden Bäche konnte zufriedenstellend gelöst werden.

Nachdem Julius Mattes von 1950 bis 1951 die Geschicke des SC leitete, wurde 1952 der damalige Schulleiter Josef Zimmermann zum 1. Vorsitzenden gewählt. Ein Blick in das 1. Ausschußprotokoll vom 12.09.1952 gewährt einen kurzen Einblick in die damaligen Probleme. Die Beschlüsse dieser Sitzung lauteten:

  1. Anschaffung zweier Bücher; eines für den Schriftführer Julius Christian; eines für den Kassier Anton Böhm.
  2. Sportplatzbau - BM Heinrich Lohmann erklärt sich bereit, mit einem großen Stein einen Weg zu versperren, der über den Sportplatz führte.
  3. Ein Antrag über 1500,-- DM für den Sportplatzbau aus TOTO - Mitteln wurde an den Württembergischen Sportverband gestellt.
  4. Die Sitzung wurde auf gute Zusammenarbeit „beschlossen“.

Der SC Dahenfeld fand stetig mehr Zulauf. Bei der Jahreshauptversammlung 1953 zählte der Verein bereits 62 Mitglieder. Dieses kontinuierliche Anwachsen der Mitgliederzahl war nicht zuletzt auf das angenehme Vereinsklima zurückzuführen. So spricht ein Vermerk von einem Sonntagsausflug, welcher im Juni 1953 zur Schwarzenbachtalsperre und nach Gündringen unternommen wurde, von einem gemütlichen Beisammensein, Tanz und netten Unterhaltungen im Kreise der Ausflugsteilnehmer. Die Aktivitäten weiteten sich auf Bereiche außerhalb des Sports aus. Zur Weihnachtsfeier am 26. Und 27.12.1953 spielte man unter der Leitung von Josef Zimmermann das Theaterstück : „Als er wiederkam“. Der ausgiebige Applaus der Zuschauer zu dieser Aufführung bestätigte den SC - Akteuren, daß sie auch auf dem Boden der Kultur erfolgreich waren und bis zum heutigen Tage noch sind. Im Jahre 1954 wurde ein Ausflug in den Odenwald unternommen und im Folgejahr ging die Reise für zwei Tage an den Bodensee.

Am 09. Februar 1955 fand erstmals eine gemeinsame Ausschußsitzung des SC Dahenfelds mit dem Musik- und Gesangverein statt. Dies bildete den Anfang zu einer harmonischen Zusammenarbeit dieser beiden Vereine, die sich bis heute erhalten hat und beim alljährlichen wohlbekannten Dahenfelder Dorffest seinen stärksten Ausdruck findet. Im selben Jahr gelang es den zu kleinen Sportplatz etwas zu vergrößern. An den Platz angrenzend gab es noch viele kleine Parzellen in Privateigentum, die eine noch weitere, für erforderlich gehaltene Vergrößerung des Spielgeländes nicht erlaubten. Als ein erster Vorläufer des Dahenfelder Dorffest dürften die Feierlichkeiten zum 10 - jährigen Vereinsjubiläum des SC angesehen werden. Denn dieses Jubiläum 1956 bildete den Grundstock zu dem lange Jahre gepflegten sogenannten Gartenfest. Bei den Feierlichkeiten zum 10-jährigen Jubiläum, die drei Tage währten, wirkten sowohl der MGV, als auch der Kirchenchor mit. Am Sonntag, dem 02. Juli wurde unter Beteiligung von Vereinen aus Neckarsulm, Oedheim und Degmarn ein großer Festzug veranstaltet. Der Montag wurde, wie auch heute noch beim Dorffest, zum Tag der Kinder erklärt. Beiläufig sei noch erwähnt, daß jedes Kind, das Tags zuvor am Festzug teilgenommen hatte die versprochene „Freiwurst“ erhielt.

Als am 02. Juni 1957 Josef Schuhmacher zum 1. Vorstand gewählt wurde, zählte der Verein 80 Mitglieder. Unter seiner Führung beschlossen der Sportclub und der MGV die Anschaffung einer gemeinsamen Festbühne. Die Erfolge und Errungenschaften dieses Jahres wurden allerdings durch den Tod des Ausschußmitgliedes und Bürgermeisters Heinrich Lohmann getrübt.

Nachdem im für das Jahr 1958 keine Fußballmannschaft gestellt werden konnte, wurde im folgenden Jahr wieder eine 19 Mann umfassende Truppe formiert. Obwohl das erste Spiel gegen Hagenbach damals mit 0 : 3 verloren wurde, tat dies der guten Stimmung keinen Abbruch. Ein Ausflug, der die Sportler im August zu ihrem ehemaligen Sportkameraden Alfons Heinrich an die Mosel führte zeigte dies deutlich.

Schon bevor der SC Dahenfeld existierte, wurde in Dahenfeld Vereinssport betrieben. Die Deutsche Jugend Kraft (DJK), eine kirchliche Organisation, die sehr weit verbreitet war, hatte bereits lange vor dem Krieg in Dahenfeld Fuß gefaßt. Die DJK wurde als Turn- und Gymnastikverein geführt und die Dahenfelder Turner nahmen auch an Wettkämpfen teil. Als Übungsgelände diente damals schon der Sportplatz in den Brunnenwiesen ( „alter Sportplatz“ ) und die Alte Kelter für das Geräteturnen. Aber bei der DJK wurde nicht nur geturnt. Das Fußballspiel fand immer besseren Anklang und wurde während der Übungsstunden häufig durchgeführt. Zu einem regulären Spielbetrieb kam es allerdings nicht.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, 1933, wurde die DJK zwangsweise aufgelöst. An ihre Stelle traten staatliche Organisationen wie „Jungvolk“ und „Hitlerjugend“. In diesen Organisationen trat das Turnen sehr hinter anderen Aktivitäten zurück, vor allem Geländespiele mit auffallend militärischem Charakter gewannen sehr an Bedeutung. Das Fußballspiel, die Wurzel des SC Dahenfeldes, wurde aber auch während dieser Zeit nicht vernachlässigt. Im Laufe des Krieges wurde dann allerdings der Sportplatz als Acker verwendet, so daß die Sportmöglichkeiten der Dahenfelder Jugend sehr beschnitten waren.

Im Jahre 1946, also nur ein Jahr nach Kriegsende, entschlossen sich ein paar wenige Dahenfelder Männer einen Sportverein zu gründen. Die meisten der Vereinsgründer hatten den Vereinssport bereits bei der DJK kennen und dort vor allem das Fußballspiel lieben gelernt. Karl Rüdinger, Rudolf Bauer, Remigius Bauer, Emil Bertel, Manfred Sauer, Michael Dulz, Willi Götz (NSU), Karl Heinrich, Josef Schuhmacher, Josef Sieger, Franz Meckes, Eugen Müller, Josef Herrmann, Walter Leitz und Oswald Leitz waren diejenigen, die an einem Samstag Abend im Oktober 1946 bei der Gründerversammlung den Sportclub Dahenfeld aus der Taufe hoben. Als 1. Vorsitzender wurde Karl Rüdinger, als Kassier Josef Schuhmacher und als Schriftführer Josef Herrmann gewählt. Diese drei Männer verhalfen dem frischgebackenen Verein in der Folgezeit auf die Beine und sie sorgten Hand in Hand mit den wenigen Mitgliedern dafür, daß sich aus einer Idee ein Verein entwickelte, der bis zum heutigen Tage das Ortsbild und das Gemeinschaftsleben von Dahenfeld ganz entscheidend geprägt und beeinflußt hat.

Nachdem die amerikanische Militärregierung dem Lizenzantrag stattgegeben hatte, konnten die ersten Freundschaftsspiele absolviert werden; der SC Dahenfeld war in den Anfangsjahren ein reiner Fußballverein. Erstes größeres Vereinsziel wurde demzufolge die Erstellung eines ordentlichen Sportplatzes. Der seitherige Sportplatz in den Brunnenwiesen, der als Spielort ins Auge gefaßt wurde, konnte nicht benutzt werden, da er den vielen Kriegsflüchtlingen, die damals auch in Dahenfeld untergebracht waren, als Krautgarten zur Verfügung gestellt wurde. Daher war man gezwungen einen Ausweichplatz zu suchen, den man in der „Ochsenwiese“ fand, die nach heutigen Maßstäben natürlich nur einen ziemlich dürftigen Fußballplatz abgab. Die ersten Jahre des SC waren sicherlich die schwierigsten, es fehlte vor allem an der nötigen Ausrüstung, denn aus den Zeiten der DJK waren nur noch ganz wenige Trikots und kleinere Ausrüstungsgegenstände übrig. Durch Beziehungen des Sportkreisvorsitzenden Otto Fritz ( seinerzeit Inhaber der Firma „Betten - Fritz“ in Heilbronn ) zur amerikanischen Militärregierung konnten Fußballtrikots und Turnschuhe beschafft werden. Nachdem es in Dahenfeld keine Flüchtlinge mehr gab, wurden die Krautgärten durch Mitglieder des Sportvereines umgepflügt und wieder als Sportgelände hergerichtet. Allerdings wurde dem SC die Auflage gegeben, den Platz einzuzäunen. Dies war nicht gerade einfach zu bewerkstelligen, denn es fehlte an Geld und an Material. Glücklicherweise wurden im Neuenstädter Wald ausreichend Zaunpfähle, sowie Draht „gefunden“, sogar geeignetes Material für die Tore „fand“ man, so daß man diesen Problemen Herr wurde. Als Tornetze dienten damals vom Krieg übriggebliebene Tarnnetze. In einer Gemeinschaftsaktion wurden Kartoffeln, Mohrrüben, Öl und Fett gesammelt und gegen Fußballstiefel eingetauscht. Derart ausgestattet startete der Sportclub 1949/50 seinen regulären Spielbetrieb. Die erste offizielle Punktrunde wurde in einer Doppel - Runde gespielt, bei der die A - Klassenvertreter Heinsheim, Bad Wimpfen, Gundelsheim, Offenau und Jagstfeld, sowie die B - Klassemannschaften Oedheim, Untergriesheim, Höchstberg und Dahenfeld ihren Meister ausspielten. Dahenfeld konnte mit einem guten Mittelfeldplatz in der ersten Saison gleich den ersten kleineren Erfolg vorweisen. Mit welchen Widrigkeiten während dieser Anfangszeit zu kämpfen war mag die Tatsache verdeutlichen, daß anstelle von richtigen Umkleidekabinen die Waschküche des Gasthauses Kreuz diente und anstatt von Duschen gab es lediglich einen Kübel mit warmem Wasser.

Die Kameradschaft stand bei den Spielern von Anfang an sehr hoch im Kurs. Besonders bemerkenswert war der uneigennützige Einsatz von Josef Körner I, der Remigius Kühner bei der Landwirtschaft aushalf, als dieser sich während eines Fußballspieles den Fuß brach. In den Jahren 1949 und 1950 führte Josef Körner I den Verein. Während dieser Zeit gelang es eine Jugendmannschaft der 14 - bis 18 - jährigen aufzustellen und in einer Punkterunde teilnehmen zu lassen.