
Mit zwei richtungsweisenden Spielen bestritt der SC Dahenfeld seine beiden Heimspiele am vergangenen Sonntag. Der SC Dahenfeld II empfing den SC Amorbach II, die nach der Niederlage in der Hinrunde Wiedergutmachung leisten wollten und nach 6 Minuten auch auf einem guten Weg wahren. Das nur um Spielertrainer Tim Schiemer und Urlauber Simon Lips erleichterte Ensemble des SC verschlief mal wieder die Anfangsphase und bekam schon in Minute 6 das erste Gegentor eingeschenkt. Auch wie üblich, wachte der SC erst danach auf. Die kapitänsgebundenen Doppelsechser Danny und Didi hatten es lange Zeit sehr schwer das Mittelfeld effektiv zu überbrücken und so bekam Jonas Böhringer auf der 10 viel Laufpensum und viel der kreativen Arbeit von der gut aufgestellten Defensive um Hans Potsch, Tobi Fladerer und Sascha Warkentin direkt zugespielt. Von seinem Regieplatz im Zentrum gelang es ihm dabei auch immer wieder Nick Günther und Julijan Atanasovski in Szene zu setzen. Letzterer scheiterte nach einem überragenden Flugball mit einem Lupfer an der Distanz zum Tor. Trotzdem gelang dem SC der Ausgleich. 7 Minuten vor dem Pausenpfiff steckt der eingewechselte Tobias Büttner, geistesgegenwärtig auf Linksverteidiger Daniel Retter durch, der mit seinem Abschluss den Ausgleich erzielt.
In der Pause dann die Wechsel, Didi und Danny machen Platz für Rückkehrer Enrico Schwager und Steffen Ehrenfried, sehen aber 10 Minuten nach Wiederbeginn das 1:2, wobei Keeper und inzwischen Kapitän Lhotak nicht wirklich etwas ausrichten kann. Dann wird es wild. Büttner möchte einen Freistoß schnell ausführen, ein Amorbacher schießt ihm dabei aber den Ball weg und sieht folgerichtig gelb. In der resultierenden Diskussion gibt es den Platzverweis mit gelb-rot postwendend hinterher. Büttner geht in dieser Situation und macht Platz für Patrick Lang, kurz danach kommt auch Fabian Leber für den verletzten Sascha Warkentin. Nick rückt damit in die Verteidigung und Fabi durfte seine Wichtigkeit noch unter Beweis stellen. 5 Minuten nach der Wechselorgie geht der nächste Amorbacher vom Platz, nach einer früheren gelben Karte und einem zweiten gelbwürdigen Foul ist der SC in zweifacher Überzahl….und drückt auf den Ausgleich. Tut sich dabei aber wahnsinnig schwer, Amorbach steht tief und lauert auf Konter, die bisweilen auch durchaus Gefahr ausstrahlen, erst 3 Minuten vor Feierabend erkämpft sich Fabian auf rechts einen Ball und wird unsanft im Sechzehner von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoß versenkt Böhringer eiskalt zum 2:2 Endstand. Der SC muss sich ärgern hier nicht mehr mitgenommen zu haben, sollte sich aber vor der kommenden Woche nicht zu lange damit beschäftigen mit der zweiten von Friedrichshall fährt man kommende Woche erneut zu einem Team aus dem oberen Drittel.
Im danach folgenden Spitzenspiel wollten sowohl der SC als auch die Verfolger aus Eberstadt die Weichen Richtung Aufstieg stellen und begegnen sich auf absoluter Augenhöhe. Mehrmals gelingt es Obi, Didi oder Ihsan die beiden Flügel Robin und Markus hinter die Kette zu schicken, die Eberstädter Defensive kann die Tempostürmer aber jedes Mal einfangen. Auf der Gegenseite bekommt Eberstadt den Kopfball nicht gut genug platziert und Nils kann den Abschluss aus 5 Metern parieren. Nach einer halben Stunde wischt selbiger eine Kugel mit den Fingerspitzen zur Ecke und hält das Unentschieden vorerst fest. Im Doppelpass wäre die Ansage wohl das sich beide Teams neutralisieren, wobei man den Eberstädtern zumindest mehr Gift in den Zweikämpfen zugestehen darf. Entsprechend nimmt das Gästeteam zwar auch 3 gelbe Karten mit in die Pause bricht aber auch den Dahenfelder Spielrhythmus immer wieder gekonnt.
Nach der Pause geht es ähnlich weiter. Gipser kommt für den angeschlagenen Dittmann und sieht eine erste Großchance der Gäste. Einen Schuss zentral im Sechzehner, den der Schlussmann des SC allerdings gekonnt pariert. Es folgt gelb Nr. 4 für die Gäste, und die mehr als verdient nach hartem Einsteigen. Die Gäste werden nun stärker und obwohl die Defensive von Dahenfeld alle Körperteile reinhält lässt man sich vermehrt in die eigene Hälfte drücken. Entsprechend fängt sich auch der SC jetzt gelbe Karten. Mari und Gipser müssen beide taktisch zugreifen und handeln sich einen Karton ein. 20 Minuten später passiert es dann, Luca versucht eine Halbfeldflanke der Gäste irgendwie zu klären, bekommt nicht mit das Nils aus dem Tor eilt und überlupft selbigen. Am wenigsten Aktien an diesem Tor hat damit eigentlich Eberstadt. Die Hausherren drücken jetzt natürlich auf den Ausgleich haben aber am Ende neben Pech auch einfach kein Glück. Eine Hereingabe von Markus wird abgefälscht und kann von Robin nicht verwertet werden. Der eingewechselte Tim Schiemer köpft haarscharf am rechten Pfosten vorbei und auch eine weitere Hereingabe von Markus sowie ein Kopfball von Obi bringen nicht die ersehnte Erlösung. Eberstadt freut sich nach intensiven 90 Minuten über 3 Punkte im Aufstiegsrennen während der SC jetzt in den verbleibenden Spielen die eigenen Hausaufgaben machen muss, und Eberstädter Patzer braucht. Ansonsten gilt es vor allem den Relegationsplatz zu sichern.